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National

Königsblaue Hilfe verweigert Schalker „HoGeSa“-Aktivisten Unterstützung

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 28. Oktober 2014
imago15236589h Quelle: imago

Die „Königsblaue Hilfe“ hat sich nach den Ausschreitungen während der Hooligan-Demo gegen Salafisten am vergangenen Sonntag mit einer Stellungnahme reagiert. „Wer Schalker Ideale lebt, kann sich dieser Gruppe nur gedanklich in den Weg stellen“, erklärte die Fanhilfe.

Weiterhin werde sie Schalker Fans, die im Umfeld der Gruppe auffällig werden, keine juristische Unterstützung zukommen lassen.

 Die Erklärung der Königsblauen Hilfe im Wortlaut:

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Seit einigen Wochen geistert eine Strömung namens “Hooligans gegen Salafisten” durch die Medienlandschaft. Gestern eskalierte eine Demonstration dieser Gruppe in Köln. Durch die Benutzung des Begriffs “Hooligans” wird zumindest mittelbar ein vermeintlicher Bezug zu Fußballfans hergestellt, der nach außen hin einen angeblichen vereinsübergreifenden Zusammenschluss für eine Sache symbolisieren soll.

Tatsächlich offenbart die Art und Weise der Selbstdarstellung dieser Personen eine gefährliche Nähe zu rechtsextremen Ideen und auch zum neonazistischen Führungspersonal, wie etwa dem Dortmunder Siegfried “SS-Siggi” Borchardt. Einfache und populistische Forderungen werden genutzt, um Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft salonfähig zu machen. Als Brandbeschleuniger dient den Initiatoren der Fußball in der Hoffnung, dass man viele Mitläufer findet, die die einfache Formel “gegen Salafisten” dann in “gegen Ausländer” ausweiten.

Wer Schalker Ideale lebt, kann sich dieser Gruppe nur gedanklich in den Weg stellen. Das Schalker Leitbild spricht sich gegen Rassismus aus. Diese Gruppe, die mit Fußball nichts zu tun hat, darf bei uns keinen Raum haben. Die Königsblaue Hilfe setzt sich selbstverständlich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, aber auch gegen religiösen Fundamentalismus ein.

Schalker, die im Umfeld von derartigen politischen Veranstaltungen auffällig werden, erhalten durch uns keine juristische Unterstützung. Auch wird das bekannte Notfalltelefon an “Demonstrationstagen” nicht zur Verfügung stehen!

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