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International

Keine Strafe für „Judenmarsch“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 06. Juli 2015
19 10 2014 Luzern Fussball Herren Super League Saison 2014 2015 Swissporarena FC Luzern Bild zeigt Quelle: imago

Als im Februar dieses Jahres der FC St. Gallen den FC Luzern empfing, marschierten die Luzerner Fans vom St. Gallener Bahnhof zum Stadion. Einer von ihnen hatte sich als Karikatur eines Juden inklusive St. Gallen-Schal verkleidet und wurde vom Mob symbolisch durch die Straßen getrieben. Die Schweizer Justiz sieht darin jedoch keine Straftat.

Obwohl die Luzerner Fans auch Sprechchöre wie „Und sie werden fallen, die Juden aus St. Gallen“ angestimmt hatten, sah die Staatsanwaltschaft St. Gallen die Grenze Grenze zur Strafbarkeit nicht überschritten. Das berichten Schweizer Medien.

Dass die Luzerner den als Juden verkleideten Fan durch die Straßen getrieben hätten, sah die Staatsanwaltschaft anders: Der kostümierte Luzerner habe sich lediglich an die Spitze des Fanmarschs gesetzt und freundlich in die Menge gegrüßt. Dabei wurde der „Jude“ von anderen Luzernern jedoch mehrfach zum Schein von hinten mit einem Stock geschlagen.

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Dennoch bleibt die Staatsanwaltschaft dabei, dass dass der verkleidete Fan „als Anführer und nicht als Getriebener aufgetreten“ sei.

Vor dem Auswärtsspiel in St. Gallen am vergangenen Sonntag jagte der Luzerner Mob symbolisch einen als Juden…

Posted by Ultrapeinlich on Donnerstag, 19. Februar 2015

Drei verantwortliche LuzernerFans müssen nun lediglich die Kosten der polizeilichen Ermittlungen in der Höhe von je 300 Franken tragen.

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