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National

FSV- und Eintracht-Fans sprühen gemeinsames Graffiti gegen Rassismus

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 22. Juli 2014
140721 Lärmschutzwand 1 Quelle: Max Dahmer

Was an den meisten wichtigen Fußball-Standorten dieser Welt undenkbar wäre, hat in Frankfurt bestens funktioniert: Um den Ausblick vom Stadion des FSV Frankfurt aufzuhübschen, haben Anhänger des Zweitligisten und der Eintracht in der vergangenen Woche mit Hilfe des Frankfurter Fanprojekts eine Lärmschutzwand an der A 661 in Sichtweite des FSV-Stadions mit einem Graffiti aufgemotzt. 

Symbolträchtig reichen sich darauf zwei ausgestreckte Arme die Hand, versehen mit dem Schriftzug „Love Football, Hate Racism“. Das Fanprojekt hatte zunächst Kontakte zwischen den beiden Fanszenen hergestellt und einen Nutzungsvertrag für die Lärmschutzwand mit dem Eigentümer, der Verwaltungsbehörde „Hessen Mobil“, abgeschlossen. Mit Hilfe des Graffiti-Künstlers „Indian“ haben Fans beider Vereine nun in der vergangenen Woche das Werk vollendet. Das Fanprojekt ist für die entstandenen Kosten in Vorleistung getreten, das Geld soll über Spenden wieder reingeholt werden. 

140721 Lärmschutzwand 4

Quelle: Max Dahmer

Quelle: Max Dahmer

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Fanprojekt-Leiter Stephan von Ploetz zeigte sich zwar erfreut über den positiven Verlauf, weiß aber um das vergleichsweise gute Verhältnis der beiden Lokalrivalen. Immerhin hätten beide Vereine bereits mit Mannschaften am Bornheimer Hang gespielt. „Zudem ging es einfach um ein Aushängeschild für die Stadt. Bei jedem Montagsspiel des FSV sieht man den Ausblick deutschlandweit. Daher ist das von beiden Seiten als Bekenntnis zum Frankfurter Fußball zu verstehen“, sagte von Ploetz gegenüber fanzeit. Zwar bestehe schon eine kleine Rivalität zwischen beiden Klubs, allein aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen und Ambitionen sei die Rangfolge innerhalb der Stadt aber unstrittig. 

140721 Lärmschutzwand 2

Quelle: Max Dahmer

Quelle: Max Dahmer

Mit dem Ergebnis jedenfalls dürften beide Seiten gut leben können.

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