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Ein „Nein zu RB“ auch aus Heidenheim

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 29. September 2014
Fans des 1 FC Heidenheim in Düsseldorf Quelle: imago

Die aktive Fanszene des 1.FC Heidenheim schließt sich der Initiative „Nein-zu-RB“ an und boykottiert das Auswärtsspiel bei RB Leipzig. Vom 04.10. bis zum Spieltag gegen Leipzig am 06.10. wird den Fans von Heidenheim ein abwechslungsreiches Alternativprogramm geboten.

Auf der Homepage der Heidenheimer Ultra-Gruppe Fanatico Boys findet man seit gestern eine Stellungnahme zu RB Leipzig mit prognostizierten Auswirkungen auf Fußball-Deutschland und seinen Fanszenen.

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„Es ist nur eine Frage der Zeit und Mateschitz wird es geschafft haben, sein wirksamstes Werbeprodukt in Form eines „Fußballvereins“ dort zu etablieren, wo die ganze Welt darüber reden wird. RB Leipzig ein „Verein“, welcher reines Werbeinstruments eines Unternehmens ist und den Fußball als Mittel zum Zweck benutzt, die Vermarktung des eigenen Produkts auf ein neues Level zu hieven. Dass Fußball ohne Sponsoring leider nicht mehr funktioniert ist uns klar. Doch wenn der Sponsor selbst der einzige Sinn eines „Vereins“ ist, dann kann man dies gut und gerne als Nahtoderfahrung für die Fussballkultur bezeichnen“, heißt es in dem Text auf der Seite der Fanatico Boys.

Zu der eigenen Boykottaktion des Spiels bei RB Leipzig äußern sie sich wie folgt: „Es Zeit ein deutlicheres Zeichen zu setzen. Ein Zeichen das über Aktionen an einzelnen Standorten hinaus geht. RB Leipzig und die fortschreitende Überkommerzialisierung werden wir nicht stumm hinnehmen. Auch darf nicht unterschätzt werden, welchen vorbildhaften Charakter dieser „Verein“ für andere Konzerne haben kann. Somit haben wir uns auch dazu entschlossen, das Spiel am 06.10.2014 in Leipzig zu boykottieren, um mit den anderen Szenen ein geschlossenes Zeichen zu setzen.“

Für alle Fans des 1.FC Heidenheim wird ein Alternativprogramm geboten, das unter anderem einen Vortrag über die Auswirkungen von Überkommerzialisierung im Fußball oder eine Busfahrt zum Oberliga-Spiel von Rot-Weiß Ahlen beinhaltet, mit deren Fanszene die Fans von Heidenheim befreundet sind. Das Spiel gegen RB wird zudem im Albstadion übertragen. Genauere Informationen zum Ablauf des angebotenen Alternativprogramms finden sich wiederum auf der Homepage der Fanatico Boys.

st

3 Responses to “Ein „Nein zu RB“ auch aus Heidenheim”

  1. DieLi sagt:

    Search
    GUGGE MA DA:
    Mettwoch statt Veggieday: Alter, es ist Mettwoch (Hack On!)
    Schonungslos objektiv! 7 Probleme die RICHTIGE Fussballfans mit RB Leipzig haben
    POSTED BY LEUTE WIE MARKO ON 28. SEPTEMBER 2014 IN BILDUNG, GOGELMOSCH, RELIGION, SPORT | 3582 VIEWS | LEAVE A RESPONSE
    Wir müssen an dieser Stelle mal zugeben, dass wir n bissl doof sind und wahrscheinlich ist auch das der Grund , dass wir, als gebürtige Leipziger nach jahrelanger Monopolstellung von rechts- und linksradikalen Vereinen nun mit RB Leipzig sympathisieren und uns auch enorm über den Aufstieg in die 2. Liga freuten.

    Bisher war uns ehrlich gesagt schleierhaft, was eigentlich genau am Brauseverein aus unserer Stadt so schlimm ist. Aussagen wie “die machen den Fussball kaputt” sind lächerlich, denn trotz intensiver Recherchen und mehreren Stadionbesuchen konnten wir nicht einen kaputt gemachten Fussball sehen. Das Argument “Kommerz” haben wir von vorherein ausgeschlossen, da dies im Profifussball total bescheuert ist!

    Wir waren ratlos, aber endlich klären uns Fans mit Fussballsachverstand einmal darüber auf, was die Probleme bei RB Leipzig sind.

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    Quelle: http://www.facebook.com/rbfans.le

    Wir können den 7 Problemen wirklich nur uneingeschränkt zustimmen und möchten uns nun hiermit öffentlich für unsere mit Blindheit beschlagenen Augen entschuldigen.

    1. Durch Schwestervereine steht den jeweiligen Standorten ein viel größerer Spielerpool zur Verfügung als anderen Vereinen.

    Das ist zweifellos richtig! Da die normalen Transferregelungen bekanntlich bei Leipzig nicht gelten und Alexander Zorniger somit nach gut dünken sich Spieler aus Österreich, New York oder Brasilien einfliegen lassen und aufstellen kann. Natürlich ist das unfair, aber auch für die Zuschauer von RB Leipzig nicht so toll wie es vielleicht klingt. Denn wir müssen vor jedem Spieltag intensiv recherchieren welche Spieler aus dem RB Spielerpool eigentlich dieses Mal für Leipzig auflaufen und uns immer wieder 11 neue Namen einprägen. Glaubt uns, das is echt doof!

    2. Sächsischer Fussballverband, DFB und DFL haben von Anfang an die Augen davor verschlossen, dass Mateschitz mit seinem Konstrukt gegen Regularien verstößt.

    Da habt ihr ebenfalls Recht, denn wenn die blinden Verbände achtsamer gewesen wären, dann hätten sie vielleicht dafür gesorgt, das sich Red Bull an die aktuellen Verbandsstatuten hält. So konnte der Brausehersteller halt schalten und walten wie er wollte. Da konnten sie einfach eine Lizenz von einem Regionalligisten kaufen und dann Namen und Logo des eigenen Unternehmens dafür benutzen. Sowas ist echt ungeheuerlich!

    Wo kommen wir denn bitte hin wenn das Schule macht? Nachher gründet sich Lok Leipzig nach Insolvenz noch neu und kauft sich bei einem 7. Ligisten ein oder Bayer unterstützt den Turn- und Spielverein Leverkusen und integriert das Bayerkreuz ins Logo. Also undenkbar sowas!

    3. Der Mitgliedsbeitrag des Vereins ist mit 800€ jährlich bewusst so hoch angesetzt, dass es vielen Fans nicht möglich ist sich zu engagieren.

    Natürlich wissen wir, genau so gut wie ihr, dass die Grundlage für ein Engagement als Fussballfan immer der Mitgliedsbeitrag des Vereines ist. Ohne Mitgliedsbeitrag im Verein, ist man kein Fan. Aber im Prinzip ist dies nicht wirklich ein Problem bei uns. Denn wie ihr in unzähligen Kommentaren immer aufzeigt, kann es bei RB Leipzig aufgrund der mangelnden Tradition überhaupt keine Fans geben und somit ist auch der hohe Mitgliedsbeitrag kein Problem. Ob 800 Euro oder 8 Fantastilliarden ist da eigentlich egal.

    4. In Leipzig und Salzburg kommt es häufig zu Verstößen gegenüber Meinungsfreiheit, nicht selten müssen Gästefans ihre Kleidung ablegen.

    Glaubt uns, wir finden es auch nicht so toll, ständig auf einen splitternackten Gästefanblock zu schauen. Ne echt nicht! Und in Sachen Meinungsfreiheit rennt ihr bei uns offenen Türen ein. Denn wenn man den §6 der Leipziger Stadionordnung liest, was alles verboten ist, wird einem wirklich schlecht.

    rassistisches, fremdenfeindliches, antisemitisches, extremistisches, gewaltverherrlichendes, diskriminierendes Propagandamaterial sowie jegliches politisches Informationsmaterial; entsprechendes gilt für Kleidung, die Schriftzüge oder Symbole mit eindeutiger rassistischer, fremdenfeindlicher, antisemitischer, extremistischer, gewaltverherrlichender oder diskriminierender sowie jegliche Form von politischer Tendenz aufweisen.

    Wir wünschen uns auch nichts sehnlicher, als unsere Meinung im Stadion frei äußern zu können. Immerhin sind wir ja 89 nicht auf die Straße gegangen, damit uns nun ein Brausekonzern beim Fussball das Hakenkreuz auf den Klamotten oder freie Meinungsäußerungen wie bspw. in Cottbus verbietet.

    Cottbus-Fans

    Wir möchten uns an dieser Stelle ganz offiziell bei euch entschuldigen!

    5. Mateschitz verkündet offen sich bei ausbleibendem sportlichem Erfolg zurückzuziehen.

    Das ist nun ein Punkt den wir nicht so recht verstehen, denn wo liegt hier euer Problem? Uns ist bewusst, dass Fans bundesweit die bedingungslose Nibelungentreue ihrer Sponsoren oder bspw. im Falle des HSV ihres Mäzen gewohnt sind. Da mischt sich niemand in Vereinsangelegenheiten ein!

    Aber wo ist das Problem für den Fussball, wenn sich Mateschitz bei ausbleibendem Erfolg zurückzieht und dann der Brauseplastikclub aus Leipzig wieder verschwinden wird? Oder macht ihr euch etwa Sorgen um den Fussballstandort Leipzig und um uns RB-Sympatisanten, da wir dann wieder keinen Profifussball sehen können? Also wenn das der Fall ist, dann sind wir ehrlich gerührt. Danke, ihr seid echt nett!

    6. Heimspiele von Salzburg und Leipzig verkommen zu Events mit Fallschirmspringern und Formel-1 Stars, die den Anstoß ausführen.

    Das ist eine Sache die finden wir mindestens genau so problematisch wie ihr. Denn immerhin müsst ihr die ganze Eventnummer nur maximal einmal im Jahr, beim Auswärtsspiel in Leipzig ertragen. Wir wiederum müssen jedes verdammte Heimspiel Vettel oder Baumgartner beim Anstoß zusehen. Das nervt unfassbar und ist echt ein Problem!

    Da wir, wie ihr in Punkt 4 schon richtig herausgearbeitet habt, auch keine Meinungsfreiheit haben und Strafen bei Zuwiederhandlung erwarten müssten, sind wir euch wirklich dankbar, dass ihr diesen Missstand öffentlich anprangert. DANKE!

    7. Gerade durch den sportlichen Erfolg des, durch die Konzern-Millionen finanzierten, Vereins verschliessen dr Ostfussball und insbesondere seine Verbände die Augen vor den negativen Entwicklungen, denen er sich seit Jahren ausgesetzt sieht. Ausser Leipzig gibt es keinen Profifussball in den neuen Bundesländern.

    Endlich spricht es mal jemand aus, denn das was in Aue, Dresden, Cottbus, Chemnitz, Erfurt, Halle und Rostock gezeigt wird, ist vielleicht vieles, aber kein Profifussball. Dieses amateurhafte rumgekicke in der 2. und 3. Bundesliga sollte echt mal genauer untersucht und vielleicht sogar verboten werden.

    Wir möchten uns hiermit noch einmal ganz öffentlich bei euch bedanken. Wenn es euch und eure objektive Sichtweise auf den Fussball nicht gäbe, dann würden wir wohl immer noch einfach darüber froh sein, einen professionellen Fussballverein in Leipzig zu haben, der es uns ermöglicht die Bundesliga nicht nur am Fernsehen zu verfolgen. Danke nochmal dafür!
    Quelle: Schindluder

  2. Schalalalala sagt:

    Was ist das denn für ein Kommentar? Du hättest wenigstens auf die Argumente der RB-Gegner eingehen und versuchen können, sie zu entkräften, anstatt in (nicht einmal besonders witziger) Ironie zu versinken.

  3. Bernd sagt:

    Ich finde DieLi’s Kommentar klasse, so kann man es auch schreiben. Und sicher könnte man diese 7 Punkte leicht entkräften also auch ausserhalb von Ironie, aber warum? Es gibt Leute die wissen es und dann gibt es welche die sich aus welchen Gründen auch immer den sachlichen Argumenten verschliessen würden, demzufolge wäre es vergleichbar als wenn man in der Sahara Erdbeeren pflanzen würde.

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