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National

Durch neue Prämienverteilung: Mehr Geld für Traditionsklubs?

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 15. Oktober 2014
imago13383568h Quelle: imago

Die Deutsche Fussball-Liga erwägt ab 2017 eine Neuverteilung der TV-Gelder für die Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Ein neuer ausschlaggebender Faktor soll dabei eine sogenannte „Fankomponente“ werden. Bislang bestimmt die Fünf-Jahres-Wertung die Verteilung der Gelder.

Laut Informationen der „Sport Bild“ könnten Vereine, denen mehr Gästefans nachreisen oder die mehr Zuschauer vor den Fernseher ziehen, in Zukunft einen größeren Anteil der TV-Gelder erhalten. So würde ein Vorteil für Traditionsklubs gegenüber Werksvereinen entstehen. Ein Befürworter dieser Neuverteilung ist BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Die DFL äußerte sich schon im Juli zu der Idee der Neustrukturierung. „Ich habe Verständnis für Watzkes Vorstoß, dass man künftig noch andere Faktoren berücksichtigt“, so DFL Chef Christian Seifert.

Entscheiden Sky-Abonnenten über Prämien?

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Auch die über die Vereine verkauften Sky-Abos könnten in Zukunft eine Rolle für die TV-Gelder spielen. Seit 2010 führt Borussia Dortmund diese Tabelle an, gefolgt von dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach. Am Ende der Tabelle finden sich Vereine wie der VfL Wolfsburg oder die TSG Hoffenheim wieder. Auch der FC Bayern kann mit verkauften Sky-Abonnements nicht punkten, da Hauptsponsor Telekom nur bedingt für „Sky“ wirbt.

Geplant sei außerdem ein Liga-unabhängiges System. Ein Verein wie RB Leipzig ziehe mehr Fans zu Auswärtsspielen mit sich als viele Werksvereine der 1. Bundesliga. Auch Zweitligist Nürnberg verkaufe mehr „Sky-Abos“ als Werksvereine der 1. Bundesliga. Die bisherige Aufteilung der TV-Gelder liegt dem Verhältnis 80:20 zu Gunsten der 1. Bundesliga zu Grunde.

 

rs

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